Ein Bericht aus der Frankfurter Neuen Presse vom 7. April 2014 anlässlich des Gespräches über Paul Dahlke im Filmmuseum Frankfurt am Main
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Ein Bericht aus der Frankfurter Neuen Presse vom 7. April 2014 anlässlich des Gespräches über Paul Dahlke im Filmmuseum Frankfurt am Main Am Samstag, dem 12.04.2014 veranstaltet das Deutsche Filminstitut eine Lesung mit anschließender Filmvorführung zu Ehren des 110. Geburtstags des Schauspielers Paul Dahlke. Mit Rollen in über 100 Filmen, darunter „Das fliegende Klassenzimmer“ (1954) und „MS Franziska“ (1977), prägte der 1904 geborene Schauspieler nachhaltig die deutsche Film- und Fernsehgeschichte. Nach einer Lesung des Autors Rüdiger Petersen aus seinem 2013 erschienenen Buch „Paul Dahlke: Die Biographie. ‚Donnerwetter, was fehlt denn da?‘“ (Verlag Kern), folgt ein besonderes Programm Highlight, bei dem Ferry Ahrlé das Publikum an seinen Erinnerungen an den berühmten Schauspieler teilhaben lässt. Ferry Ahrlé, der lange Jahre mit Dahlke befreundet war, porträtierte diesen auch häufig in verschiedenen Lebensphasen und Rollen. Seine Arbeiten ergänzen und veranschaulichen die unterschiedlichen Lebensabschnitte, die Petersen in seinem Buch beschreibt. Bei der anschließenden Filmvorführung von „Drei Männer im Schnee“ (1955) bekommt man dann einen zeitlosen Komödien Klassiker nach einer Buchvorlage von Erich Kästner zu sehen, in dem Dahlke als der eigenwillige Millionär Schlüter brilliert. Film- und Kunstfans sollten sich dieses besondere Ereignis nicht entgehen lassen! ![]() Fernsehserie HR „Sehr ähnlich, wer soll’s denn sein?“, Ferry Ahrlé und Paul Dahlke 1980 am Grundelsee. Foto: Ferry Ahrlé Samstag, 12.04.2014 Deutsches Filminstitut Veranstaltungsbeginn15:30 Uhr Die Idee überzeugte: Frankfurt wollte Flagge zeigen, seine schönsten Seiten und auch seine schönen Frauen in den Mittelpunkt rücken. Ferry Ahrlé „castete“ zusammen mit dem damaligen Leiter des städtischen Presseamtes, Joachim Peter, attraktive Frankfurterinnen und die Wahl fiel auf „Brigitte“. Eindrucksvolle Frankfurter Motive wie der Römer, Goethe, die Paulskirche, die Hochhäuser und vieles mehr wurden von Ferry Ahrlé malerisch umgesetzt. Zunächst auf einer Puppe, die der hübschen Brigitte täuschend ähnlich sah und anschließend acht Stunden lang auf den inspirierenden Körper der sehr geduldigen Brigitte aufgetragen. ![]() „Sorgte für Furore“ – Brigitte-Plakat von Ferry Ahrlé, Foto: Presse- und Informationsamt der Stadt Frankfurt am Main
Wie kreativ und aufwändig der Schaffensprozess war, zeigt auch das Dia von Brigitte und der Modellpuppe. „Lust auf Frankfurt machen“: Die Treppenhausausstellung im Presse- und Informationsamt der Stadt, Römerberg 32, kann ab 18. November bis Anfang Februar 2014 besucht werden. Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr. Auszug aus der Rede von Ferry Ahrlé anläßlich der Vorstellung der Werke der wiederentdeckten Künstlerin Katharina Scholz-Wanckel. Der Vortrag wurde an der Universität Zürich am 23. September 2013 gehalten. Die Suche nach dem bildhaften Ausdruck für die jeweilige Zeit wird immer weitergehen und eine Kunstströmung die andere ablösen. Und wie sieht es heute damit aus? Hören wir doch mal, was berühmte Künstler der Vergangenheit in einem fiktiven Dialog zum Thema Kunst zu sagen hatten: „Die wahre Kunst ist Unwirklichkeit üben“, stellt Lovis Corinth mit sonorer Stimme fest. Edouard Manet kontert: „Die Kunst soll die Schrift des Lebens sein.“ Und der expressive Alexej Jawlenski fügt hinzu: „Ein Kunstwerk ist ein Geheimnis, höher Da knurrt der alte Menzel: „Die Kunst ist ein durchgehendes Ross.“ „Und keine Bierreise“, ergänzt Jean François Millet und schwenkt vergnügt sein Cognac-Glas. Willi Baumeister konstruktiv und trocken: „Die Kunst besteht nie in Regeln, sondern immer in Ausnahmen.“ „Und nur durch Kampf erwirbt man etwas“, wirft der feingeistige Ingres ein. „In der Kunst ist der Kampf die Mühe, die man sich gibt.“ Aufgewühlt kratzt sich Vincent van Gogh an seinem roten Bart und verkündet laut: „Die Kunst ist eifersüchtig, sie fordert all unsere Kraft.“ Dagegen rät Caspar David Friedrich mit romantisch verklärter Stimme: „Bewahre einen reinen kindlichen Sinn in dir und folge unbedingt der Stimme deines Inneren, denn sie ist das Göttliche in uns und führt uns nicht in die Irre.“ Henri Matisse wirft lakonisch und etwas gelangweilt ein: „Ich möchte mit meiner Kunst dem übermüdeten und überarbeiteten Menschen Ruhe und Frieden bringen.“ Leise hört man den in Gedanken versunkenen Böcklin sagen: „Die Kunst ist ewig jung, solang noch ein fühlendes Herz schlägt.“ Und Max Liebermann berlinert forsch in die Runde: „Lebendig machen, heißt Kunst machen.“ „Aber Kunststücke können ist keine Kunst“, stellt Emil Nolde energisch fest. „Kunst ist Vergeistigung“, erklärt ruhig und gelassen Auguste Rodin. „Sie bedeutet die höchste Freude des Geistes, der die Natur durchdringt und in ihr den gleichen Geist ahnt, von dem auch sie beseelt ist. Der Künstler bereichert die Seele der Menschheit.“ Da hört man laut und vernehmlich aus der Tiefe des Raumes die selbstbewusste Stimme von Pablo Picasso: „Und jetzt erwarten Sie sicher von mir, dass ich Ihnen sage: Was ist Kunst? – Wenn ich es wüsste, würde ich es für mich allein behalten.“ Ein Porträt von Lore Kämper, Seniorenzeitschrift Frankfurt am Main, Ausgabe 3/201. Mit großer Freude entdeckte ich in dieser Ausstellung ein Plakat von mir für die Deutsche Bundesbahn aus dem Jahr 1969 mit dem Titel „Die neuen Kursbücher sind da!“, ein Plakat von vielen, die ich für dieses Unternehmen gestaltet habe. Für meine Plakatserie „Deutsche Städte“ für die Deutsche Zentrale für Tourismus habe ich 1983 den Ersten Preis auf dem internationalen Tourismusplakat-Wettbewerb in Paris gewonnen. Die Ausstellung im Historischen Museum vermittelt mit Plakaten namhafter Grafiker Eindrücke des Reisens und lohnt einen Besuch. Die Ausstellung läuft noch bis 1. September, im Historischen Museum, Unter den Linden 2, 10117 Berlin. Mehr Informationen gibt es auf der Website des Deutschen Historischen Museums. „Cinque Nocturnes“, neues Werk von Ferry Ahrlé im Rahmen der Reihe „Gemalte Musik“.
Ein paar Worte des Künstlers: Erik Satie (1866 – 1925) Cinque Nocturnes Seine Klaviermusik wurde angeregt durch sein Studium mittelalterlicher französischer Baukunst und wirkt wie aus kleinen Bausteinen zusammengesetzt, die sich zu Klanglinien formen. Ferry Ahrlé
„Ein Traum von Italien“ – Wandgemälde von Ferry Ahrlé für das Restaurant im Berliner Schloß GlienickePrinz Carl, der Sohn des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III hatte 1824 das Landgut Glienicke erworben und ließ es von Karl Friedrich Schinkel zu einem Sommerschloss umbauen. Damit verwirklichte er sich seinen „Traum von Italien“ im heimatlichen Berlin. Auftraggeber: Der Berliner Star-Gastronom Josef Laggner Denkbar ist der Gedankenflug – was Schiller noch schreiben wollte„Wäre dieser nicht so jung gestorben, hätte er sicher noch mehr geschrieben. Was dies hätte sein können, ‚das habe ich mich gefragt und mich mit einem Augenzwinkern auf die Spuren des Dichters begeben‘, so Ahrlé.“ HIER kommen Sie zur Website der „Denkbar“. Die Ausstellung läuft noch bis zum 12. April, und kann jeweils dienstags bis samstags von 18 bis 23 Uhr besucht werden.
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